Mittwoch, Dezember 07, 2005

"Konvertiert zum Terrorismus"

Konvertiert zum Terrorismus

von Daniel Pipes
New York Sun
6. Dezember 2005
http://de.danielpipes.org/article/3189

Englischer Originaltext: Converts to Terrorism

Konvertiten zum Islam sind dabei die Terroroperationen zu übernehmen,
die bisher hauptsächlich von muslimisch geborenen Einwanderern und
ihren Kindern ausgeführt wurden.

Muriel Degauque

Das wurde dramatisch unterstrichen, als die 38-jährige Muriel
Degauque, eine belgische Konvertitin zum Islam sich bei Bagdad am 9.
November bei einem Selbstmord-Anschlag auf amerikanische Soldaten in
die Luft jagte, womit sie zur ersten christlich geborenen westlichen
Frau wurde, die sich für islamistische Zwecke tötete. Und von den
vierzehn wegen Verbindungen zu Degauque Verhafteten waren die Hälfte
Konvertiten zum Islam. Im benachbarten Holland äußert ein gerade
veröffentlichter Regierungsbericht besondere Besorgnis wegen
radikalisierter Konvertiten.

Konvertiten werden von Islamistischen Terrororganisationen besonders
geschätzt. Sie kennen die örtliche Kultur und passen sich ein. Sie
können nicht deportiert werden. Sie können ihre religiöse
Zugehörigkeit verschleiern, indem sie es vermeiden Moscheen zu
besuchen, nicht auffallen und sogar Alkohol zu trinken und Drogen
nehmen, um ihre Tarnung zu erhalten. Eine Anleitung rät zukünftigen
Selbstmord-Bombern, die in den Irak gehen, dass sie „Jeans tragen,
Doughnuts essen und immer einen Walkman dabei haben" sollen.

Konvertiten, die entweder eine Terroroperation ausführten oder ins
Gefängnis kamen, kommen aus vielen westlichen Staaten. Es folgt eine
sehr unvollständige Liste. (Konvertiten, die bisher nur unter Verdacht
stehen, verhaftet oder angeklagt wurden, werden in einem eigenen
Artikel auf meiner Internetseite www.DanielPipes.org aufgeführt.)

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Australien: Der in Großbritannien geborene Jack Roche ¯ neun Jahre
Gefängnis, weil er versuchte die israelische Botschaft in Canberra zu
bombardieren.

*

Frankreich: David Courtailler ¯ vier Jahre wegen Beihilfe für
Terroristen. Pierre Richard Robert ¯ lebenslang wegen der Planung von
Terroranschlägen in Marokko. Ruddy Teranova ¯ drei Jahre wegen
körperlicher Angriffe auf moderate Muslime.

*

Deutschland: Steven Smyrek ¯ sieben Jahre wegen der Planung einer
Selbstmord-Mission für die Hisbollah.

*

Italien: Domenico Quaranta ¯ zwanzig Jahre, weil er in einer
U-Bahn-Station in Mailand Feuer legte und versuchte Anschläge auf
antike griechische Tempel in Agrigento auf Sizilien zu verüben.

*

Niederlande: Jason Walters ¯ der Sohn eines schwarz-amerikanischen
Vaters und einer holländischen Frau gehörte zum Hofstad-Netz. Er warf
eine Handgranate auf Polizisten; sein Verfahren beginnt diese Woche.

*

Großbritannien: Germaine Lindsay ¯ der Einwanderer aus Jamaika, einer
der Bomber der Londoner U-Bahn im Juli, tötete 26 Menschen. Richard
Reid ¯ lebenslang für den „Schuh-Bomber", der versuchte einen Flug von
Paris nach Miami zum Absturz zu bringen. Andrew Rowe ¯ fünfzehn Jahre
wegen der Planung von Terroranschlägen.

*

USA: Ryan Anderson ¯ lebenslang wegen des Versuchs Al-Qaida zu helfen,
während er in der Nationalgarde diente. David Belfied ¯ ermordete
einen ehemaligen iranischen Diplomaten außerhalb von Washington und
floh in den Iran. Clement Rodney Hampton-el ¯ 35 Jahre wegen Hilfe
beim Anschlag auf das World Trade Center 1993. Mark Fidel Kools ¯
Todesstrafe wegen der Tötung zweier seiner Offiziere mit einer
Handgranate. John Muhammad ¯ Todesstrafe wegen seiner Rolle als
führender „Beltway-Scharfschütze". Randall Royer ¯ zwanzig Jahre wegen
Waffen- und Sprengstoffbesitz, was „aus der Ermittlung zu einem
militant jihadistischen Netzwerk in Nord-Virginia stammt". Fünf
Mitglieder der Jamaat ul Fuqra, einer von Pakistan aus operierenden
Gruppe, der mindestens dreizehn Morde in den USA zur Last gelegt wird
¯ sie haben 69 Jahre Gefängnis bekommen.

Lorenzo Vidino berichtet in „Al Qaeda in Europe", dass die Behörden
feststellen, dass „sich Dutzende europäischer Konvertiten
terroristischen Gruppen angeschlossen haben". Das Problem beschränkt
sich auch nicht auf westliche Konvertiten zum Islam.

*

Auf den Philippinen z.B. gab ein Konvertit zu im Februar 2004 eine
Bombe auf einer Fähre gelegt zu haben, die mehr als 100 Menschen
tötete; andere stehen in Verbindung zu einem Versuch die US-Botschaft
in Manila zu bombardieren. Weiter gefasst sagt die Regierung, dass
Al-Qaida und die Jemaah Islamiyah die Rajah Solaiman-Bewegung, eine
Gruppe von Konvertiten, dazu benutzen Terroranschläge zu verüben.

*

Nicht westliche Konvertiten ziehen in den Westen und befassen sich
dort mit Terrorismus. Man bedenke drei amerikanische Fälle: Rashid
Baz, als libanesischer Druse geboren, erhielt 141 Jahre wegen der
Ermordung eines jüdischen Jungen auf der Brooklyn Bridge. Wadih
el-Hage, geboren als libanesischer Katholik, erhielt lebenslänglich
ohne mögliche Begnadigung wegen seiner Arbeit mit Osama bin Laden.
John Samuel, geboren als äthiopischer Christ, wartet in Guantánamo auf
sein Verfahren; ihm wird vorgeworfen in die USA eingereist zu sein, um
für Al-Qaida Terror zu verüben.

Die wachsende Bedeutung der Konvertiten für den Terrorismus bedeutet,
dass Antiterror-Maßnahmen wie die Suche nach muslimischen Namen oder
potenzielle Terroristen an der Grenze abzuweisen nicht ausreichen.
Statt dessen ist es nun auch entscheidend genau zu wissen, wer zum
Islam übertritt und Konvertiten zu beobachten, um zu sehen, welche von
ihnen radikalisiert werden.

Selbst ohne Muslime zu werden, könnten sich einige der oben genannten
Personen am Terrorismus beteiligt haben. Aber die Sicherheit im
Westen, den Philippinen und andernorts verlangt, dass man mit einer
sehr unangenehmen Tatsache abfindet: Der Übertritt zum Islam erhöht
substanziell die Wahrscheinlichkeit der Beteiligung dieser Person am
Terrorismus.