Montag, November 28, 2005

Integration impossible

27.11.2005 - 12:01 Uhr, Stuttgarter Nachrichten Pressemappe

Berlin/Stuttgart (ots) - Der Islamwissenschaftler Hans-Peter
Raddatz sieht die Chancen für die Integration von Muslimen in
Deutschland schwinden. „Seit die Islamisten unter der Führung der
Muslimbruderschaft in Europa auf dem Vormarsch sind, rückt eine
Integration im europäisch-demokratischen Sinne in immer weitere
Ferne“, sagte er den Stuttgarter Nachrichten (Montag). Raddatz stellt
eine „zunehmend systematische Einflussnahme durch islamistische
Organisationen auf die bei uns lebenden Muslime fest, die zu einem
erheblichen Teil aus dem Ausland gelenkt und finanziert werden“.

Die Integration in den demokratischen Rechtsstaat sei für die
gläubigen Muslime „nicht nur nicht interessant, sondern grundsätzlich
abzulehnen, weil sie ihrem eigenen Rechtssystem, der so genannten
Scharia, verpflichtet sind“. Raddatz fordert eine „Lex Islam“, einen
Maßnahmenkatalog, der eine langfristige Integration nach Maßgabe der
demokratischen Grundrechte sicherstellt. „Denn das entscheidende
Manko des bisherigen Dialogs besteht darin, dass man den Muslimen
erspart hat, die Religionsfreiheit, die sie bei uns in Anspruch
nehmen, auch auf sich selbst anzuwenden.“

Scharf geht Raddatz auch mit dem seit Jahresanfang geltenden
Zuwanderungsgesetz ins Gericht. „An der generellen Benachteiligung
des Mehrheitsinteresses hat sich noch nicht viel geändert: Laut
Sprachregelung braucht Deutschland mindestens 200 000 Migranten pro
Jahr, wobei die Forderung nach Qualifikation weiterhin nur auf dem
Papier steht. Nach wie vor leisten wir uns als Einwanderungsland eine
krasse Bevorzugung des „Low-Level“-Arbeitssektors, während wir als
hoch entwickeltes Industrieland einen ganz anderen Standard an
Bildung und Ausbildung der zu uns kommenden Menschen benötigen.“

ots-Originaltext: Stuttgarter Nachrichten

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